kein täter werden

kein täter werden

Im Wettberbsblock 4, betitelt „Geheime Gelüste“, läuft am 26. April um 20:00 Uhr und am 27. April um 22:15 Uhr unter anderem der Film „Stigma“ von Peter Jeschke. Dieses Werk spricht in einer angemessenen, sachlichen Art über ein Thema, das in unserer Gesellschaft mehr oder weniger tabuisiert ist – über das man zumindest nicht mit gutem Gefühl nachdenkt. Die Rede ist von Pädophilie. Diese Störung der Sexualpräferenz betrifft in Deutschland schätzungsweise 250.000 bis eine Million Menschen. Bei den Betroffenen ist sie in unterschiedlich starker Form ausgeprägt, so dass es bei vielen vielleicht nur bei den Fantasien bleibt.
Zum Schutz von Kindern oder Betroffenen gibt es Präventionsnetzwerke wie „Kein Täter werden“. Ein Vertreter dieses Netzwerkes ist auch bei unserer Filmvorführung anwesend. Der Film „Stigma“ basiert auf dem realen Skript einer Therapiestunde im Rahmen der vom Präventionsnetzwerk geschaffenen Behandlungsangebote. In ruhiger Atmosphäre verläuft dieses Gespräch im Kurzfilm. Die Reue und Angst des Betroffenen ist dennoch deutlich zu spüren.
„Das Projekt ‚Kein Täter werden‘ startete im Jahre 2005 in Berlin und umfasst mittlerweile mehrere deutsche Standorte. Dabei garantiert das Präventionsnetzwerk gemeinsame Qualitätsstandards. Ziel ist es, ein bundesweites, flächendeckendes therapeutisches Angebot zu etablieren. Der Verlauf und die Ergebnisse der Therapie werden systematisch zusammengetragen und wissenschaftlich ausgewertet. Das Präventionsnetzwerk möchte dadurch zeigen, dass Menschen mit auf Kinder oder Jugendliche gerichteten sexuellen Wünschen durch eine sachverständige Diagnostik und Therapie geholfen werden kann, mit ihrer sexuellen Präferenz leben zu lernen – und keine Übergriffe zu begehen.“ – Auszug aus der Webseite des Projekts
(https://www.kein-taeter-werden.de).

stigma_06-505x303