celluthèque

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Unsere Kurzfilm-Wechselausstellung

Entdeckt jeden Monat eine neue Auswahl an Kurzfilmen, die wir für euch unter wechselnden Mottos auswählen und kuratieren. Kostenlos und dauerhaft bis Ende des Monats verfügbar. Zum Ansehen des jeweiligen Films einfach auf das Bild klicken.

März 2021: Kurz ohne Worte

Film war und ist in erster Linie eine visuelle Kunstform: In diesem Monat möchten wir genau diesen Aspekt feiern und präsentieren euch acht ausgewählte Kurzfilme, die komplett ohne das gesprochene Wort auskommen. Keine Worte, keine Sprachbarrieren, keine Untertitel – sondern nur entfesselte Bilderwelten, manchmal musikalisch eingerahmt.



Squirrel Island

Regie: Astrid Goldsmith
UK 2016, 21 Minuten

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Etwas ist faul auf der Insel der Rothörnchen: das merkt ein gestrandetes Grauhörnchen recht schnell, als es ein unterirdisches Labor entdeckt, das rachesüchtige Rothörnchen zur Züchtung mutierter Zombie-Eicheln nutzen... Sieben Jahre lang arbeitete Astrid Goldsmith in ihrer heimischen Garage an "Squirrel Island": entstanden ist ein spannender SciFi-Film mit Öko-Thriller-Einschlag.

La tour

Regie: René Clair
Frankreich 1928, 14 Minuten

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"Ein Gedicht aus Bildern, das habe ich versucht zu machen. Ich drehte zu meinem persönlichen Vergnügen "La Tour" zu Ehren dieses großen Mädchens aus Stahl, in das ich immer verliebt gewesen bin" – so der Regisseur René Clair, der in den 1920er und 1930er Jahren einige der international berühmtesten und beliebtesten Paris-Filme drehte.



i

Regie: Luke Losey
UK 2007, 2 Minuten

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Film ist eine Kunstform des Blickes: des Zuschauerblicks auf ein Subjekt. Doch in "i" guckt der Film, guckt die Hauptfigur zurück auf die Zuschauer – und involviert sie dadurch umsomehr in eine offensichtlich unangenehme, wenn nicht gar hochgefährliche Situation... Eine Meditation über das Wesen des Blicks und zugleich ein komprimierter und fieser Horrorfilm.

Inspiratsioon

Regie: Elbert Tuganov
Sowjetunion 1975, 7 Minuten

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Das 18. Estnische Liederfest im Jahr 1975 dient als Inspirationsquelle für einen Dokumentarfilm, der sich in tönende Skizzen von Gemälden verwandelt. Elbert Tuganov, der Vater des estnischen Animationsfilms, verbindet dokumentarische Aufnahmen Tallinns im Fieber des Liederfestes, bunte Malerei und ausdrucksstarke Chorgesänge zu einer audiovisuellen Spirale der gegenseitigen Inspiration.



Trumpet Man

Regie: Emily Wong
Hong Kong 2016, 14 Minuten

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"Trumpet Man" ist eine philosophische Schöpfungsgeschichte und zugleich ein hartes Melodrama über toxische, gewalttätige Beziehungen; ein fetziger Tanz- und Musikfilm und ein kompromissloser Horrorfilm, in dem Körper zerstückelt und aufgelöst werden. Ein Spiel von Verführung, Täuschung, Freude und Schrecken, erzählt in einer kunstvollen Knetanimation.

Andy

Regie: Wakefield Poole
USA 1971, 10 Minuten

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Marilyn Monroe, ein elektrischer Stuhl, Elvis Presley, Campbell-Suppen und natürlich Andy Warhol selbst treffen sich in Wakefield Pooles Dokumentation über die Andy-Warhol-Retrospektive im New Yorker Whitney Museum of American Art, die im Frühjahr 1971 stattfand. Der Film war ein Geburtstagsgeschenk an Warhol, und lief später auch als Vorfilm zu Pooles "Boys in the Sand".



Mammal

Regie: Astrid Rieger
Deutschland 2007, 8 Minuten

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Der beste Freund eines Jungen ist seine Mutter – aber manchmal schweifen die Gedanken weg in ferne Träume, wo sich Frauen in Katzen und Seen in riesige Eintöpfe verwandeln... Mit außergewöhnlichen Bildern, die immer wieder auf's Neue überraschen, erschafft Astrid Rieger in "Mammal" einen surrealen Coming-of-Age-Film über das Heranwachsen und die Beziehung zwischen Sohn und Mutter.

Pas de deux

Regie: Norman McLaren
Norman McLaren 1968, 13 Minuten

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Zwei Balletttänzer in weißer Silhouette verschwimmen in ihrer Performance vor einem komplett schwarzen Hintergrund: Mit einer aufwändigen Lichtsetzung, übereinander kopierten analogen Einzelfilmbildern und einer elektronisch verfremdeten rumänischen Panflötenmusik erschuf der kanadische Animationsfilmpionier Norman McLaren ein Meisterwerk des poetischen Kurzfilms.